<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300</id><updated>2011-08-02T17:25:46.737-07:00</updated><category term='Über Krimi'/><title type='text'>Artikel über Krimi</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://krimiartikel.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>6</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300.post-6286561054573017148</id><published>2009-02-23T08:37:00.000-08:00</published><updated>2009-12-09T03:08:43.560-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über Krimi'/><title type='text'>Tod eines Puppenbauers</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Jan Costin Wagner liest aus seinem neuen Kriminalroman "Im Winter der Löwen" &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Von Richard Lifka&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;WIESBADEN. An Weihnachten ist es eiskalt. Zumindest in Finnland. Kalt war es auch in den tiefen Kellern der Weinhandlung Le Bonheur. Aber bald schon spendeten knisternde Holzscheide im Kaminofen den Gästen wohlige Wärme. Sie waren gekommen, um bei einem Glas Wein einem Autor zu lauschen, der sagt, dass es in seinen Geschichten um die Wärme des Lebens ginge, obwohl er in der Presse als der "Hohepriester der Kälte" bezeichnet wird. Die Rede ist von dem Schriftsteller Jan Costin Wagner, der es geschafft hat, als deutscher Autor mit Kriminalromanen, die in Finnland spielen, internationale Erfolge zu feiern. "Besser als Mankell", titelte eine englische Zeitung. Die Buchhandlung Vaternahm hatte den preisgekrönten Autor eingeladen, aus seinem neuen Roman "Im Winter der Löwen" zu lesen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ereignisreiche Weihnachten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Es ist der dritte Krimi nach "Eismond" und "Schweigen" mit dem Polizisten Kimmo Joentaa als Hauptfigur. Es sollten die ereignisreichsten Weihnachten im Leben des finnischen Ermittlers werden. Am ersten Weihnachtstag, gerade als der früh verwitwete Kommissar, der seit dem Krebstod seiner Frau Sanna, traurig und einsam durch die Zeit irrt, den Tag bei einem Glas Milch und einer Flasche Wodka verbringen will, tritt die schmale, strohblonde Prostituierte Larissa in sein Leben und quartiert sich ungefragt bei ihm ein. Eine Liebesgeschichte scheint sich anzubahnen. Etwas später wird der Gerichtsmediziner, ein langjähriger Kollege Kimmos, erstochen aufgefunden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird die ebenso zerstochene Leiche eines Puppenbauers in Helsinki gefunden. Ein Puppenbauer, der Film- und Fernsehleichen bastelt. Am darauffolgenden Tag entkommt der Star-Moderator Kai-Petteri Hämäläinen nur knapp einem Mordanschlag. Die beiden Erstochenen, waren kurz vor ihrem Tode Gäste in Hämäläinens Talk-Show gewesen. Aus drei Perspektiven wird der Roman erzählt. Aus der Sicht des Polizisten, der Larissas und der des Täters oder der Täterin. Angestrahlt, unter einem Rundbogen im Backsteingewölbe sitzend, las Wagner sehr professionell jeweils einige Passagen aus den verschiedenen Erzählsträngen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Stimmungsvoll wechselten sich laute, spannende Momente mit leisen, oftmals melancholischen Bildern ab. Eine eindrucksvolle, in keinster Weise kalte Sprache beschreibt eine außergewöhnliche, eiskalte Geschichte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Jan Costin Wagner: "Im Winter der Löwen", Eichborn, 288 S., 17,95 Euro&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5938443015499183300-6286561054573017148?l=krimiartikel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/6286561054573017148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/6286561054573017148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/2009/02/tod-eines-puppenbauers.html' title='Tod eines Puppenbauers'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300.post-7620930510914111396</id><published>2007-02-24T11:52:00.000-08:00</published><updated>2009-12-09T03:09:26.325-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über Krimi'/><title type='text'>… und die Spuren führen nach Krakau</title><content type='html'>Krystyna Kuhns vierter Kriminalroman „Wintermörder“&lt;br /&gt;von Richard Lifka&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles beginnt mit der grausamen Ermordung der fünfundachtzigjährigen Patriarchin eines Firmenimperiums. An einem eiskalten Winterabend im Januar bekommt die allein lebende Henriette Winkler in ihrer feudalen Villa Besuch von einem Fremden. Der Mann zeigt ihr alte Bilder, unter anderem „… das Foto eines hübschen, fröhlich lachenden Mädchens in einem Matrosenkleid…“. Am nächsten Morgen wird sie von der Haushälterin im Garten gefunden. Ihr wurden mehrere Knochen gebrochen, in den Garten geschleift und mit Wasser übergossen. Da sie sich nicht mehr bewegen konnte, lag die alte Frau über Stunden in der Kälte, erfror langsam und jämmerlich. Kein Einbruchsmord, stellt später die Polizei fest, eher ein Mord aus abgrundtiefem Hass. Als am selben Tag dann noch Frederik, der Urenkel der Ermordeten, entführt wird ist der leitenden Staatsanwältin Myriam Singer sofort klar, dass die beiden Verbrechen zusammenhängen. Eine schwierige Aufgabe erwartet sie, da sie nicht nur in zwei Fällen, die in keine der herkömmlichen Schemata passen, gleichzeitig ermitteln muss, sondern auch, weil sie mit der Mutter Frederiks, Denise Winkler, eine jahrelange Freundschaft verbindet. So ungewöhnlich der Mord an sich schon war, so rätselhaft gestaltet sich die Entführung. Es gibt keine Lösegeldforderungen, der Entführer kommuniziert lediglich mit dem abgehalfterten Sensationsjournalisten Udo Jost, der wiederum eigene Ziele verfolgt. Was bleibt ist ein Foto, das Henriettes verstorbener Mann zusammen mit einer berüchtigten Nazigröße zeigt. Das Tatmotiv scheint tief in der Vergangenheit zu liegen und die Spuren führen nach Krakau.&lt;br /&gt;In sieben Kapiteln erzählt die hessische Krimiautorin Krystyna Kuhn in „Wintermörder“, ihrem vierten Kriminalroman, die Vorfälle rund um die Familie eines in Frankfurt ansässigen Unternehmens und gleichzeitig die Geschichte der ermittelnden Staatsanwältin Myriam Singer. Jedem Kapitel, das das jeweilige Geschehen eines Tages schildert, sind Tagebucheintragungen des polnischen Mädchens Zofia vorangestellt. Die Ereignisse passieren über sechzig Jahre nach den Tagebucheintragungen in Frankfurt und Krakau, und bringen nicht nur zwei Morde und eine Entführung mit sich, sondern zerstören auch die bis dahin erfolgreich aufrecht erhaltene „glückliche Familien“-Fassade der Winklers. „Ich bin dreizehn und es ist Krieg.“ So endet Zofias erster Eintrag vom 31. Dezember 1941 zum Beginn des Romans, der letzte datiert vom Oktober 1945.&lt;br /&gt;„Wintermörder“, hat es in sich. Der Roman beindruckt nicht nur durch die ungewöhnlichen Verbrechen oder die raffiniert und spannend aufgebaute Handlungs- und Erzählstruktur. Einfühlsam werden die Konflikte der Protagonistin Myriam Singer geschildert, deren privates Leben genauso wie ihre berufliche Karriere durcheinandergewirbelt wird. Zudem gelingt es Krystyna Kuhn, sensibel und dennoch eindrucksvoll darzustellen, dass Verbrechen der Nazizeit, noch lange nicht vergessen sind und auch die Urenkel dieser Generation, für diese Schuld büßen müssen. „Nein, kein Licht am Ende des Tunnels. Eher ein Loch.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Krystyna Kuhn: "Wintermörder". Wilhelm Goldmann Verlag, München 2007. 416 S. 8,95 Euro&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5938443015499183300-7620930510914111396?l=krimiartikel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/7620930510914111396'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/7620930510914111396'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/2007/02/und-die-spuren-fuhren-nach-krakau.html' title='… und die Spuren führen nach Krakau'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300.post-8475421600463404554</id><published>2007-02-07T12:38:00.000-08:00</published><updated>2009-12-09T03:09:56.565-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über Krimi'/><title type='text'>Die Leser selbst leisten Ermittlungsarbeit</title><content type='html'>"Tannöd": Ein außergewöhnlicher Kriminalroman erhält den Deutschen Krimi Preis 2007 Von Richard Lifka&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WIESBADEN Der deutschsprachige Kriminalroman hat sich verändert. Er ist salonfähig geworden, ist Literatur. Nicht nur Wissenschaftler haben ihn für untersuchungswürdig erkannt, auch Literaturkritiker haben eingesehen, dass sie Krimis, wollen sie einen Großteil des Lesepublikums nicht ignorieren, besprechen und bewerten müssen. Gleich, ob es sich dabei um die allseits bekannten Fernsehsendungen in Nachfolge des Literarischen Quartetts, oder auch überregionale Zeitungen handelt, immer häufiger sitzen Krimiautoren- und Autorinnen auf den schmucken Interviewsofas oder es werden deren neueste Werke besprochen. Diese veränderte Wahrnehmung hat sicherlich auch damit zu tun, dass das Krimigenre offener und vielfältiger geworden ist. Das mit dem Deutschen Krimipreis 2007 gewürdigte Buch der Autorin Andrea Maria Schenkel, "Tannöd", ist ein gutes Beispiel.&lt;br /&gt;Schon die Erzählweise dieses Romans, die größtenteils aus den Erzählungen und Aussagen der Bewohner der Gegend um Tannöd besteht, und die Tatssache, dass die Handlung ohne Kommissar und Detektiv auskommt, zeigt, wie variabel das Krimigenre (geworden) ist. In "Tannöd" wird das Publikum zum Ermittler, ihm wird Bericht erstattet und es setzt selbst nach und nach die Mosaiksteine zusammen, bis sich ein Bild ergibt, das die grausamen Morde aufklärt und das Geschehene erklärt, auch wenn es unbegreiflich bleibt.&lt;br /&gt;Zugrunde liegt dem Roman ein nie aufgedeckter Mordfall an einer Bauernfamilie Anfang April 1922, den die Autorin in die fünfziger Jahre verlegt. In der Scheune eines einsam gelegenen Hofs wird eine ganze Familie in einer einzigen Nacht ausgelöscht, mit einer Spitzhacke erschlagen. Um sein "Werk" zu vollenden, läuft der Mörder ins Haupthaus hinüber und tötet dort noch die Dienstmagd und einen Jungen. Da vom Mörder jede Spur fehlt, liegt es am Leser, diese aufzunehmen. Beim Entwirren des um das Verbrechen sich rankenden Beziehungsgeflechts, wechselt die Autorin geschickt die Perspektiven.&lt;br /&gt;Einerseits berichten die Dorfbewohner, gleich ob Bürgermeister, Lehrer, Postbote oder Pfarrer, der Erzählerin die Ereignisse aus ihrer Sicht; andererseits gibt es Schilderungen aus der Innenperspektive, bei denen auch die Ermordeten selbst zu Wort kommen. Da durch diese Erzählweise die Personen nach und nach kennen gelernt, bei ihren alltäglichen Verrichtungen beobachtet, auf Schritt und Tritt verfolgt werden (auch der Mörder, den der Leser aber noch nicht kennt), entsteht eine unheimliche Spannung, eine Unruhe, die man nicht mehr los wird, bis das Ende erreicht und der Fall gelöst ist.&lt;br /&gt;Genauso gelungen ist Andrea Maria Schenkel die Schilderung dieser ländlichen Schein-Idylle und liefert damit eine kritische Gesellschaftsstudie der fünfziger Jahre. Das bundesdeutsche Wirtschaftswunder hat diese Gegend noch nicht erreicht, in der sich ungehindert Naziverbände bilden, NS-Verbrecher gedeckt werden und falsch verstandener Glaube menschenverachtend und unchristlich wirkt. Ein ungewöhnliches Buch, ein ungewöhnlicher Krimi, spannend und mitreißend.&lt;br /&gt;Andrea Maria Schenkel: "Tannöd". Edition Nautilus. Hamburg. 128 S., 12,90 Euro.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5938443015499183300-8475421600463404554?l=krimiartikel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/8475421600463404554'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/8475421600463404554'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/2007/02/die-leser-selbst-leisten.html' title='Die Leser selbst leisten Ermittlungsarbeit'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300.post-5716435168671852998</id><published>2006-12-28T13:16:00.000-08:00</published><updated>2010-01-16T03:19:52.939-08:00</updated><title type='text'>Auf den Spuren des Yorkshire-Rippers</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;&lt;p&gt;"1974": Ein realitätsnaher Thriller von David Peace, ausgezeichnet mit dem Krimipreis 2006 Von Richard Lifka&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br/&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;WIESBADEN Eine grausame Mordserie endet am 24. Dezember in der "Höhle des Weihnachtsmanns". Der englische Gerichtsreporter Edward Dunford entdeckt die Mörder von vier Mädchen, umgeben von blutigen Fetischen ihrer Fantasien. Angefangen hat die Geschichte mit der Auffindung der zehnjährigen Clare in einer Baugrube, aufgeschlitzt und mit am Rücken angenähten abgehackten Schwanenflügeln. Dunford recherchiert und landet in einem Strudel von brutaler Gewalt und Korruption. Er erhält widersprüchliche Informationen und erkennt dennoch die Zusammenhänge, um sich dann in einem Netz aus Intrigen zu verfangen, worin es hauptsächlich um Rache geht. Ein fast undurchdringliches Geflecht aus Gier nach Geld, Macht und Sex verbindet alle handelnden Personen. Niemand, auch die Polizei nicht, scheint sich für die vergewaltigten und ermordeten Mädchen zu interessieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Niemand, außer Edward Dunford. Er wird auf falsche Spuren geschickt und zusammengeschlagen, dennoch verfolgt er hartnäckig den Mörder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das klingt zunächst nach einem weiteren Serienmörder-Thriller, ein Genre, das seit einigen Jahren besonders in amerikanischen Krimis und Filmen Hochkonjunktur hat. Aber David Peace ist dem Roman "1974", der mit dem Deutschen Krimipreis 2006 ausgezeichnet wurde, ein atmosphärisch dichtes, hartes und sehr realitätsnahes Buch gelungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Edward Dunford, der Ich-Erzähler, ist kein strahlender Held, eher unsympathisch, ein unsicherer junger Mann, der sich hart gesotten (hardboiled!) gibt und sich fast bis zur Selbstaufgabe erniedrigen lässt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Held macht wütend, könnte dazu verleiten, das Buch wegzulegen, wäre da nicht diese schnörkellose, launische Sprache des Autors Peace` mit den auf das Wesentliche reduzierten Sätzen, die den Leser dann doch wieder in einem rasanten Tempo durch die Geschichte peitschen und ein Aufhören unmöglich macht. Gleichzeitig schafft es der Autor, neben der brutalen und spannenden Geschichte, ein schonungsloses Bild einer skrupellosen, moralisch verfaulten Gesellschaft der siebziger Jahre zu zeichnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;"Nineteen Seventy Four" (1999), so der Originaltitel, ist das erste Buch des "Red Riding Quartetts" ("Nineteen Seventy Seven", "Nineteen Eighty", und "Nineteen Eighty Three", zwischen 2000 und 2002 erschienen). Vier Romane, die sich alle um den Serienmörder Peter William Sutcliffe drehen, der als der "Ripper" in Peaces Heimat West Yorkshire zwischen 1975 und 1980 mindesten dreizehn Frauen ermordete. Die von den Massenmedien ausgeschlachteten Verbrechen und das damit gezeichnete Bild des Killers hatten den damals achtjährigen Peace stark beschäftigt. So stark, dass ihn das Thema nicht mehr losließ, ganz abgesehen davon, dass er zeitweise seinen Vater für den Mörder hielt und immer Angst um seine Mutter hatte, sie könne das nächste Opfer werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da nicht nur das Thriller-Genre Konjunktur hat, sondern auch Hörspiel und Hörbuch zu neuer Beliebtheit gelangt sind, ist folgerichtig "1974" in diesen Tagen als Hörbuch erschienen. Auf acht CDs liest der Sänger und Schauspieler Michael Hansonis 480 Minuten lang eine gekürzte Hörbuchfassung des Romans und schafft es eindrucksvoll, die Zeit in Yorkshire 1974 lebendig werden zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;David Peace: "1974". Liebeskind Verlag. 383 Seiten. gebunden 22 Euro; broschiert 8,95 Euro. Hörbuchfassung gesprochen von Michael Hansonis. 8 CDs ca. Megaeins Verlag. 540 Minuten, 24,95 Euro.&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;div class='zemanta-pixie'&gt;&lt;img src='http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=e7babbe0-d1a5-8534-bc44-bca4f748c2e3' alt='' class='zemanta-pixie-img'/&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5938443015499183300-5716435168671852998?l=krimiartikel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/5716435168671852998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/5716435168671852998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/2006/12/auf-den-spuren-des-yorkshire-rippers_28.html' title='Auf den Spuren des Yorkshire-Rippers'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300.post-3118851237199241863</id><published>2006-12-28T12:34:00.000-08:00</published><updated>2009-12-09T03:13:16.359-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über Krimi'/><title type='text'>Auf den Spuren des Yorkshire-Rippers</title><content type='html'>"1974": Ein realitätsnaher Thriller von David Peace, ausgezeichnet mit dem Krimipreis 2006 Von Richard Lifka&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WIESBADEN Eine grausame Mordserie endet am 24. 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So stark, dass ihn das Thema nicht mehr losließ, ganz abgesehen davon, dass er zeitweise seinen Vater für den Mörder hielt und immer Angst um seine Mutter hatte, sie könne das nächste Opfer werden.&lt;br /&gt;Da nicht nur das Thriller-Genre Konjunktur hat, sondern auch Hörspiel und Hörbuch zu neuer Beliebtheit gelangt sind, ist folgerichtig "1974" in diesen Tagen als Hörbuch erschienen. Auf acht CDs liest der Sänger und Schauspieler Michael Hansonis 480 Minuten lang eine gekürzte Hörbuchfassung des Romans und schafft es eindrucksvoll, die Zeit in Yorkshire 1974 lebendig werden zu lassen.&lt;br /&gt;David Peace: "1974". Liebeskind Verlag. 383 Seiten. gebunden 22 Euro; broschiert 8,95 Euro. Hörbuchfassung gesprochen von Michael Hansonis. 8 CDs ca. Megaeins Verlag. 540 Minuten, 24,95 Euro.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5938443015499183300-3118851237199241863?l=krimiartikel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/3118851237199241863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/3118851237199241863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/2006/12/auf-den-spuren-des-yorkshire-rippers.html' title='Auf den Spuren des Yorkshire-Rippers'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5938443015499183300.post-2047839357871432976</id><published>2006-11-29T12:44:00.000-08:00</published><updated>2009-12-09T03:11:09.704-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über Krimi'/><title type='text'>Mit einem "woamen" Lemming durch Wien</title><content type='html'>Auch in Österreich werden Krimis geschrieben / Neue Romane zweier Autoren und einer Autorin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Richard Lifka&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WIESBADEN "Auch Österreicher schreiben Krimis", diese erstaunliche Feststellung stand am 25. Juni vergangenen Jahres in den Salzburger Nachrichten. Der Autor dieses Artikels war sicherlich kein Krimifachmann. Denn solange es deutschsprachige Krimis gibt, gibt es auch österreichische Autorinnen und Autoren. Besonders in Wien leben viele gute und bekannte Krimischreiber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer von ihnen ist Günther Zäuner. Dem Schriftsteller, Drehbuchautor, Journalist und Regisseur wurde 1995 die Goldene Ehrennadel der Bundeskriminalbeamten Österreichs für besondere Verdienste verliehen. Neben zahlreichen TV-Dokumentationen u.a. über die Drogenmafia, hat Zäuner Sachbücher und vier Kriminalromane veröffentlicht. Sein Serienermittler Kokoschansky begann seine Tätigkeit 2003.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit "Kokoschanskys Dämon" erschien diese Tage ein exzellent recherchierter Thriller, dem es an Authentizität nicht mangelt. Während eines Gottesdienstes in Wien fliegt die Kirche in die Luft und gleichzeitig wird in Niederösterreich ein Priester erstochen. Von Österreich aus greift plötzlich der Terror auf ganz Europa über. Arabische Bekennerschreiben deuten auf islamische Extremisten. Kokoschansky glaubt nicht, dass radikale Moslems die Täter sind. Immer tiefer gerät er in das Netzwerk einer Sekte und seine Gegner sitzen selbst in den obersten Etagen von Polizei, Politik und den Geheimdiensten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer toten Frau in der Donau, in Bunny-Kostüm und teurem Mantel, gefoltert und ohne Identität, beginnt der dritte Krimi der in Wien lebenden Sabina Naber. Wie schon mit ihrem Debüt "Die Namensvetterin" (2003) verlässt die Autorin in "Die Debütantin" das klassische Krimigenre, vermischt Mord und Sex und endet doch nicht in einem Erotikthriller. Ein spannungsgeladener Plot und brillant gezeichnete Figuren entführen den Leser in ein Wien abseits der Kaffeehäuser, Zuckerbäcker- und Touristen-Kulissen. Die Ermittlungen führen die Kommissarin Maria Kouba in einen sehr komplexen Fall, bei dem Sabina Naber es schafft, unterschwellig und ohne erhobenen Zeigefinger das Thema Rassismus einzuflechten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Polizeidienst entlassenFür sein Krimidebüt "Der Fall des Lemming" erhielt Stefan Slupetzky 2005 den Glauser-Preis, den Krimi-Oscar der deutschsprachigen Autoren. Mit "Lemming" hat er eine sehr eigenbrötlerische und typisch wienerische Figur erschaffen. Der ehemalige Kommissar, der, nachdem sein Vorgesetzter Krotznig dafür gesorgt hatte, dass er aus dem Polizeidienst entlassen wurde, ermittelt nun als eine Art Privatdetektiv in Wien. Lemming ist nicht sein richtiger Name. Eigentlich heißt er Leopold Wallisch. Seinen Spitznamen hatte er weg, nachdem er bei einem Einsatz nicht schnell genug die Waffe zückte und Krotznig ihn vor der Mannschaft als "woamer Lemming" beschimpfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im aktuellen Roman "Das Schweigen des Lemming" spielt Stefan Slupetzky fantasievoll mit einem tatsächlich geschehenen, mysteriösen Kunstraub und legt eine höchst verwickelte Krimikomödie vor, die sich der Kunst, den Besonderheiten Wiens und dem Leben an sich widmet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ehemalige Musiker und Zeichenlehrer schrieb Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt, bevor er mit Bühnenstücken, Kurzgeschichten und Romanen begann. Slupetzky versteht seine spannenden, skurrilen und abgründigen Bücher explizit als Wiener Krimis. Da seine Romane voller historischer Bezüge stecken und auch nicht mit Beschreibungen real existierender Orte geizen, ist es für den Krimi- und Wienliebhaber nicht nur ein besonderes Vergnügen mit dem "Lemming" die Wiener Unterwelt kennen zu lernen, sondern auch die Schauplätze abzugehen oder, wie Slupetzky empfiehlt, per Straßenbahn zu erforschen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5938443015499183300-2047839357871432976?l=krimiartikel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/2047839357871432976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5938443015499183300/posts/default/2047839357871432976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://krimiartikel.blogspot.com/2006/11/mit-einem-lemming-durch-wien.html' title='Mit einem &amp;quot;woamen&amp;quot; Lemming durch Wien'/><author><name>Richard Lifka</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry></feed>
